10 Finanztipps zum Jahreswechsel: So optimieren Sie Budget, Anlagen und Steuern
Der Jahreswechsel ist die perfekte Zeit, um Ihre Finanzen auf Vordermann zu bringen. Mit einer cleveren Budgetplanung, gezieltem Rebalancing Ihrer Anlagen und smarten Steuerstrategien holen Sie das Beste aus Ihrem Geld heraus. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen 10 Finanztipps, um optimal ins neue Jahr zu starten.
1. Abonnements: Was brauchen Sie wirklich?
- Abo-Check: Gehen Sie zum Jahreswechsel Ihre Kontoauszüge oder Kreditkartenabrechnungen durch. Kündigen Sie umgehend Abos, die Sie nicht regelmässig brauchen (z.B. Streaming-Dienste, Fitnessstudio, Zeitschriften, Digital-Abos in Apps und Spielen usw.).
- Prepaid-Karten für Online-Abos verwenden: Mit der Verwendung von Prepaid-Kreditkarten oder von Guthabenkarten für den Google Play Store bzw. den Apple App Store behalten Sie die Kontrolle.
- Mehrwertdienst-Nummern sperren: Um ungewollte SMS-Abos zu vermeiden, sperren Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter die Mehrwertdienst-Nummern (Nummern, die mit 0900, 0901 oder 0906 beginnen).
- In-App-Käufe blockieren: Um ungewollte Ausgaben zu verhindern, deaktivieren Sie die In-App-Käufe (bei iPhone-Handys) oder setzen Sie für solche Käufe Passwörter (bei Android-Handys). Mehr dazu in diesem Beitrag: «Versteckte Kosten: Wie Abo-Fallen und Mikrotransaktionen unser Portemonnaie belasten»
2. Versicherungen: Welche Policen können Sie kündigen?
Entsprechen alle Versicherungen noch Ihren aktuellen Bedürfnissen (z.B. Hausrat und Privathaftpflichtversicherung der Wohnsituation, Invaliditätsversicherung der Beschäftigung)? Gibt es gewisse Versicherungen, die entbehrlich geworden sind (z.B. separate Reiseversicherungen durch Kreditkartenversicherungen)? Oder gibt es neue Risiken, die Sie versichern möchten, wie z.B. Cyberrisiken?
3. Budget: Wie sehen Ihre Einnahmen und Ausgaben im neuen Jahr aus?
Nachdem Sie unter Punkt 1 und 2 unnötige Abonnements und Versicherungen gekündigt haben: Analysieren Sie auch Ihre weiteren Ausgaben des vergangenen Jahres und erstellen Sie mithilfe Ihrer voraussichtlichen Einnahmen ein realistisches Budget fürs neue Jahr. Eine bewährte Methode dafür ist die «50-30-20-Regel». Die Grundidee ist, die Verwendung des Haushaltseinkommens in drei Kategorien aufzuteilen:
- 50 Prozent für Grundbedürfnisse: Dies umfasst Wohnkosten (bei Mietern Miete und Nebenkosten, bei Wohneigentümern Hypothekarzinsen/-amortisation und Unterhaltskosten), Steuern, Grundnahrungsmittel, Kleidung, Hygieneartikel, TV-, Mobile- und Internetgebühren, Mobilitätskosten und Versicherungen.
- 30 Prozent für persönliche Bedürfnisse und Wünsche: Hierzu zählen Ausgaben wie Ferien, Restaurantbesuche, Shoppingtouren, Streaming-Abos und Kosten für Hobbys.
- 20 Prozent für Ersparnisse: Damit wird ein Notgroschen angespart, ein Polster für Unvorhergesehenes. Idealerweise dient dieser Teil auch der freiwilligen Vorsorge, d.h. für Beiträge in die Säule 3a oder Einkäufe in die Pensionskasse.
4. Finanzpolster: Haben Sie genügend finanzielle Reserven?
Ein solides finanzielles Polster ist entscheidend für die Bewältigung unerwarteter Ausgaben. Nutzen Sie die Jahresmitte, um Ihre Liquiditätsreserven zu überprüfen: Haben Sie genügend Mittel, um unvorhergesehene Ereignisse abzudecken?
- Notgroschen: Autoreparaturen, Zahnarztbesuche oder dringender Ersatz von Haushaltsgeräten wie einer Waschmaschine – für solche Notfälle sollte eine Einzelperson mindestens drei, eine Familie idealerweise sogar vier bis sechs Monatslöhne als «Eiserne Reserve» auf einem Sparkonto halten.
- Zahlung von Steuern und Versicherungen: Dafür sollten eineinhalb bis zwei Monatslöhne zur Seite gelegt werden.
- Opportunitäten: Sofern weitere Liquidität besteht, können z.B. zwei Monatslöhne für Spontankäufe angespart werden. Solche Beiträge lassen sich für Schnäppchenkäufe verwenden, etwa für einen vergünstigten Fernseher, eine bessere Kaffeemaschine usw.
5. Überprüfung des Risikoprofils: Passt Ihre Anlagestrategie noch zu Ihrem Leben?
Ihr Risikoprofil sollte Ihre aktuelle Lebenssituation, Ihre finanziellen Ziele und Ihre Risikobereitschaft widerspiegeln. Veränderungen in Ihrem Leben können Ihre Risikofähigkeit und -bereitschaft beeinflussen – und damit Ihr Risikoprofil. Nutzen Sie den Jahreswechsel, um festzustellen, ob Ihr aktuelles Risikoprofil noch zu Ihrer Anlagestrategie passt:
- Objektive Risikofähigkeit: Gab es Veränderungen in Ihrem Leben (Jobwechsel, Heirat, Kinder, Immobilienkauf, Ruhestand usw.)?
- Subjektive Risikobereitschaft: Fühlen Sie sich mit Ihrer Anlagestrategie wohl?
6. Portfolio-Rebalancing: Wie muss ich die Vermögensaufteilung anpassen?
Selbst wenn sich Ihr Risikoprofil in den vergangenen Monaten nicht geändert hat und keine Änderung Ihrer Anlagestrategie erforderlich ist, sollten Sie zum Jahreswechsel trotzdem unbedingt einen Blick in Ihr Depot werfen:
- Kursschwankungen: Das Auf und Ab der Finanzmärkte führt dazu, dass sich die einmal gewählte Aufteilung Ihres Vermögens auf Liquidität, Aktien, Obligationen usw. verändert. Dadurch stimmt Ihr Vermögensmix nicht mehr überein mit der ursprünglich gewählten und ihrem Risikoprofil entsprechenden Anlagestrategie.
- Rebalancing: Dieser Begriff bezeichnet den Prozess, um die Aufteilung Ihres Vermögens wieder anzupassen. Empfehlenswert ist, diese Änderungen zweimal pro Jahr vorzunehmen, nämlich Mitte und Ende Jahr. Unter diesem Link lernen Sie, worauf beim Rebalancing zu achten ist. Haben Sie Ihr Geld in ein Vermögensverwaltungsmandat oder in einen Strategiefonds angelegt, brauchen Sie selber kein Rebalancing zu machen – das übernehmen für Sie die Profis der Migros Bank.
7. Wohneigentum: Welcher Unterhalt steht an?
Stehen bei Ihrem Wohneigentum Unterhaltsarbeiten oder Renovationen an? Nehmen Sie diese frühzeitig in Angriff. Denn mit dem bevorstehenden Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung werden Unterhaltskosten nicht mehr steuerlich abzugsfähig sein; daher werden viele Wohneigentümer Unterhalts- und Renovationsarbeiten vorziehen, um noch von Steuervorteilen zu profitieren. Der absehbare Run auf Handwerker könnte zu Engpässen und Preissteigerungen führen.
8. Steuern sparen: Was muss ich jetzt schon vorkehren?
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Einzahlung in die Säule 3a: Denken Sie daran, im laufenden Kalenderjahr in die Säule 3a einzuzahlen (maximal 7258 Franken für Angestellte mit Pensionskasse, maximal 36'288 Franken für Selbstständigerwerbende ohne Pensionskasse). Ab 2026 dürfen Sie zudem erstmals verpasste Beträge in die Säule 3a nachzahlen – und können so Ihre Altersvorsorge verbessern und Steuern sparen. Planen Sie die entsprechenden finanziellen Mittel in Ihr Budget ein (siehe Punkt 3).
- Einkauf in die Pensionskasse: Prüfen Sie anhand Ihres Pensionskassenauszugs, ob Sie die Möglichkeit für Einkäufe in Ihre Pensionskasse haben. Planen Sie die entsprechenden finanziellen Mittel in Ihr Budget ein (siehe Punkt 3).
- Unterhalt des Wohneigentums: Unterhalt und Renovationen des Wohneigentums (z.B. Fenster, Dach, Heizung) lassen sich oft steuerlich absetzen. Überlegen Sie sich, ob sich noch im laufenden Jahr Handwerkerarbeiten am Wohneigentum ausführen und für die laufende Steuerperiode in Abzug bringen wollen. Planen Sie die entsprechenden finanziellen Mittel in Ihr Budget ein (siehe Punkt 3).
9. Vorsorgedokumente: Sind die Unterlagen noch aktuell?
Wer trifft finanzielle, rechtliche oder medizinische Entscheidungen für Sie, wenn Sie durch Unfall, Krankheit oder Alter nicht mehr selbst entscheiden können? Oder was soll geschehen, wenn Sie mal nicht mehr da sind? Hier setzen in der Schweiz die Vorsorgedokumente an. Sie regeln Ihre Wünsche für den Ernstfall – schriftlich, rechtlich verbindlich und entlastend für Ihre Angehörigen. Der Jahreswechsel ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die Vorsorgedokumente auf ihre Aktualität zu überprüfen:
- Patientenverfügung
- Vorsorgeauftrag
- Testament oder Erbvertrag
- Übrige Vorsorgedokumente
10. Weiterbildung: Wo kann ich mir zusätzliches Finanzwissen aneignen?
Finanzwissen ist der Schlüssel zum erfolgreichen Geldanlegen:
- Nützliche Informationen: Nutzen Sie die die Ratgeber-Beiträge der Migros Bank, um Ihr Wissen über Finanzmärkte, Anlagestrategien und aktuelle wirtschaftliche Trends zu erweitern.
- Kurse: Nutzen Sie zudem die Kursangebote der Migros Klubschule für Budget, Sparen und Vorsorge sowie für Geldanlegen.
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Nutzen Sie die Chancen der Finanzmärkte. Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten und erreichen Sie Ihre finanziellen Ziele schneller. Unsere Anlageexpertinnen und -experten stehen bereit, um mit Ihnen gemeinsam die besten Lösungen für Ihre Bedürfnisse zu finden.
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