Markteinschätzung

Holzbau in der Schweiz: Innovation trifft Nachhaltigkeit

Holzbau liegt in der Schweiz momentan im Trend. Der natürliche Baustoff überzeugt nicht nur durch seine Umweltfreundlichkeit und Vielseitigkeit, sondern auch durch seine Ästhetik und Wirtschaftlichkeit. Ob für Tragwerke, Fassaden oder den Innenausbau, Holz ist aus der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Bauprojekte setzen auf diesen nachwachsenden Rohstoff und zeigen, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.

Michelle Müller
Publiziert
Lesedauer: 4 Minuten

Zusammenfassung

– Holz ist in der Schweiz ein gefragter Baustoff, der aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und Vielseitigkeit regelmässig eingesetzt wird. 

– Die Schweizer Holzernte hat 2025 leicht zugenommen, wobei Stammholz einen Anteil von 45 Prozent der Ernte ausmacht. 

– Beim Holz handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der verstärkt in Tragwerken und Fassaden eingesetzt wird. 

Stabile inländische Holzproduktion

Die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen: Die Schweizer Holzernte hat 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht zugelegt mit einem Plus von rund einem Prozent. Besonders spannend ist dabei die Rolle des Stammholzes, das trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr weiterhin 45 Prozent der gesamten Holzernte ausmacht. Dieses massive Holz, das nach entsprechender Verarbeitung im Holzbau eine zentrale Rolle spielt, bleibt ein unverzichtbarer Rohstoff für die Bauindustrie. Ebenso bedeutend ist das Energieholz, das ebenfalls rund 45 Prozent der Ernte ausmacht und in den letzten Jahren stark an Relevanz gewonnen hat. Doch nicht nur heimisches Holz prägt den Markt. Für die Herstellung von Massivholzprodukten und Holzwerkstoffen wird circa zur Hälfte auch auf importiertes Holz zurückgegriffen. 

Vielfältiger Einsatz von Holz

In der Schweiz sind bereits zahlreiche Bauprojekte geplant, die unter anderem Holz als Hauptbaustoff verwenden werden. Ein Beispiel ist das bereits abgeschlossene Wohnprojekt «Sue & Til» in Winterthur. Hier wurde intensiv mit Holzkonstruktionen gearbeitet, auch wenn der Holzbau auf den ersten Blick nicht sofort ins Auge fällt. Dieses Projekt verdeutlicht, dass Holz nicht nur als sichtbares Gestaltungselement, sondern auch in seiner strukturellen Funktion eine Schlüsselrolle spielt. Ein weiteres ambitioniertes Vorhaben ist das geplante Holzhochhaus «Pi» in Zug, das mit einer Höhe von rund 80 Metern neue Massstäbe setzen soll. Trotz Verzögerungen aufgrund von Beschwerden bleibt das Projekt ein Symbol für die Zukunft des nachhaltigen Bauens. Noch höher hinaus geht es in Zürich Altstetten, wo ein über 100 Meter hohes Geschäftsgebäude in Holz-Beton-Hybridbauweise entstehen soll. Auch der Flughafen Zürich setzt auf Holz. Beim neuen Dock A wird das Material eine zentrale Rolle spielen. 

Holzanteil in Tragkonstruktionen nimmt zu

Holz ist nachgefragt und wird aufgrund des Beitrags zum Klimaschutz vielseitig eingesetzt. Es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der während des Wachstums Kohlenstoffdioxid (CO2) bindet und dieses langfristig speichert. Während Holz bei vielen vor allem bei der Verwendung in Innenräumen bekannt ist, darf die Anwendung bei Tragkonstruktionen und Fassaden nicht ausser Acht gelassen werden. Bei Neubauten zeigt sich, dass insbesondere bei Tragkonstruktionen in den letzten Jahren ein Aufwärtstrend beobachtet wurde. Der Materialanteil von Holz ist in diesem Bereich für verschiedene Gebäudearten gestiegen. 

Zukünftig gefragter Baustoff 

Der Holzbau in der Schweiz ist im Trend. Die Kombination aus ökologischen Vorteilen, technologischen Innovationen und wirtschaftlichem Erfolg macht Holz zu einem gefragten Baustoff. Wir erwarten, dass der Holzbau auch in den kommenden Jahren weiterhin eine wichtige Rolle in der Schweizer Bauwirtschaft spielen wird.

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