Santosh Brivio verantwortet das Economic Research der Migros Bank. In dieser Funktion befasst er sich vor allem mit der Konjunktur-, der Zins- und der Immobilienmarktentwicklung sowie mit den Schnittstellen zur Finanzmarktanalyse.
Der EU-Binnenmarkt ist in der schweizerischen Europapolitik derzeit omnipräsent. Dabei scheiden sich die Geister oft daran, was darunter zu verstehen ist.
Die US-Zwischenwahlen (Midterms) vom 3. November 2026 sind weit mehr als ein innenpolitischer Stimmungstest. Sie entscheiden darüber, wie handlungsfähig Washington in den kommenden zwei Jahren sein wird – und damit auch über wichtige Rahmenbedingungen für Handel, Inflation, Zinsen, Währungen und Finanzmärkte. Das Economic Research der Migros Bank hat drei mögliche Wahlausgänge untersucht.
Die Schweizerische Nationalbank belässt den Leitzins bei 0 Prozent. Das war der klar erwartete Entscheid. Dennoch hätte sie gute Gründe gehabt, mit einer vorsichtigen Zinserhöhung einen kleinen geldpolitischen Sicherheitspuffer zurückzugewinnen.
Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Damit beendet sie die expansive geldpolitische Phase mit drei Zinssenkungen 2025 vorerst abrupt – und macht klar: Der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht gewonnen.
Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist die unmittelbare Fassungslosigkeit zwar historisch geworden, nicht aber ihre wirtschaftliche Wirkung. Der unmittelbare Schock mag gewichen sein – in Staatsbudgets, Risikoprämien, Lieferketten, Versicherungsverträgen oder Zentralbankbilanzen hallt er noch immer nach.