Wohnen

So wohnen die Kinder in der Schweiz

Wie ein Kind wohnt, ist entscheidend für seine Entwicklung. Etliche Studien belegen beispielsweise, dass sich das Konfliktpotenzial in einer Familie erhöht, wenn wenig Platz zur Verfügung steht. Wie gestalten sich also die Wohnverhältnisse der Kinder in der Schweiz?

Publiziert Aktualisiert
Lesedauer: 2 Minuten

2016 zählte die Schweiz gemäss dem Bundesamt für Statistik (BfS) 1,9 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die in Familien mit mindestens einem Elternteil leben. Das entspricht rund einem Viertel der Schweizer Bevölkerung. Das BfS wählte in seiner Studie die Altersgrenze von 25 Jahren, weil Kinder heute später aus der elterlichen Wohnung ausziehen als noch vor einigen Jahrzehnten: 1970 und 1980 mit 20 bis 21 Jahren, heute dagegen mit 24 bis 25 Jahren.

Nahezu die Hälfte der Kinder lebt in Mietwohnungen

Die meisten Kinder (82 Prozent) in der Schweiz leben mit beiden Elternteilen zusammen, 12 Prozent in Einelternhaushalten und 6 Prozent in Fortsetzungsfamilien (auch Patchworkfamilie genannt). Nahezu die Hälfte hat gemäss BfS höchstens eine Schwester oder einen Bruder. Jedes Fünfte ist ein Einzelkind.

Mit rund 887'000 (48 Prozent) sind Kinder mehrheitlich in einem Mehrfamilienhaus daheim. 687'000 (37 Prozent) leben in einem Einfamilienhaus und 247'000 (13 Prozent) in Wohngebäuden mit Nebennutzung. Die Übrigen (37'000 Kinder) wohnen in Gebäuden mit teilweiser Wohnnutzung. Nur etwa jedes fünfte Kind aus Einelternfamilien (22 Prozent) lebt derweil in einem Einfamilienhaus. Dieser Anteil erhöht sich bei Kindern, die mit einem Erwachsenenpaar zusammenleben, auf 39 Prozent (Erstfamilien) beziehungsweise auf 38 Prozent (Fortsetzungsfamilien). Kinder mit mindestens zwei Geschwistern wiederum wohnen 1,8-mal häufiger in Einfamilienhäusern als Einzelkinder.

Jedes fünfte Kind hat kein eigenes Zimmer

Lediglich 1 Prozent der Kinder sind in Wohnungen mit weniger als drei Zimmern daheim. Die Hälfte lebt in Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern, gut ein Drittel in einer Vierzimmerwohnung. Gemessen an der Anzahl Zimmer leben Kinder in Einelternhaushalten in deutlich kleineren Wohnungen als jene, die bei einem erwachsenen Paar aufwachsen. Allerdings steht vielen dieser Kinder beim anderen Elternteil ebenfalls Wohnraum zur Verfügung, der anhand der erhobenen Daten aber nicht beziffert werden kann. Nicht zuletzt zeigt die Studie, dass fast jedes fünfte Kind (21 Prozent) kein eigenes Zimmer hat.

Im Durchschnitt verfügen die Kinder inklusive Gemeinschaftsflächen über 30 Quadratmeter Wohnfläche. Deutliche Unterschiede zeigen sich dabei mit Blick auf das Bildungsniveau der Eltern. Haben die Eltern keine nachobligatorische Ausbildung, so stehen deren Kindern im Durchschnitt lediglich 21 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Hat mindestens ein Elternteil einen Tertiärabschluss, so sind es 33 Quadratmeter.

Weitere interessante Informationen rund zu den Wohnverhältnissen in der Schweiz finden Sie unter diesem Link.

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