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Wie spare ich Geld? 5 Schritte inkl. Tipps

«Spare in der Zeit, so hast du in der Not», heisst es im Volksmund. Doch wie geht man das Sparen am besten an? Welche Möglichkeiten oder Tricks gibt es – und heisst Sparen immer gleich auch Verzicht? Fragen, die wir mit einfachen Spartipps beantworten. Dabei geht es nicht nur um das klassische Sparen, sondern auch um smarte Methoden, die den alltäglichen Umgang mit Geld erleichtern und optimieren.

Marlies Keck
Publiziert Aktualisiert
Lesedauer: 9 Minuten

Brauche ich einen Notgroschen und weitere Liquiditätsreserven?

1. Sicherheit vor Rendite

Im Umfeld der generell tiefen Zinsen tragen flüssige Mittel, die z.B. auf einem Sparkonto gehalten werden, kaum Rendite. Dafür unterliegen sie aber auch keinerlei Kursschwankungen. Daher eignen sich flüssige Mittel ideal für Sparziele von ein bis zwei Jahren.

2. Jederzeitige Verfügbarkeit

Jederzeit verfügbare Mittel bedeuten finanzielle Handlungsfreiheit. Wer also über ausreichend Liquiditätsreserven verfügt, kann unerwartete Ausgaben decken, Chancen nutzen und finanziellen Herausforderungen gelassener begegnen. Typische Situationen, in denen Liquiditätsreserven entscheidend sind:
– Unerwartete Reparaturen oder Gesundheitskosten
– Vorübergehender Einkommensausfall
– Kurzfristige Anschaffungen
– Übergangsphasen (Jobwechsel, Familiengründung, Selbstständigkeit)

3. Kein finanzieller Stress

Aus Punkt 2 folgt: Eine ausreichende Liquiditätsreserve reduziert finanziellen Stress. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist finanzielle Sicherheit umso wichtiger.

4. Fundament für Investitionen

Flüssige Mittel sind kein Gegensatz zum Investieren, sondern dessen Voraussetzung:
– Wer zu wenig flüssige Mittel hält, muss bei Marktschwankungen reagieren und unter Umständen zu ungünstigen Kursen Wertschriften verflüssigen.
– Erst wer ausreichend flüssige Mittel hat, kann langfristig investieren – ruhig und diszipliniert.

Liquiditätsreserve: Wie viel Geld sollte ich auf der Seite haben?

Für den Alltag bildet man idealerweise drei «Spartöpfe» und verwendet dazu auch drei separate Konten:

  • Notgroschen: Autoreparaturen, Zahnarztbesuche oder dringender Ersatz von Haushaltsgeräten wie einer Waschmaschine – für solche Notfälle sollte eine Familie idealerweise vier bis sechs Monatslöhne, Alleinstehenden mindestens ein bis drei Löhne als «Eiserne Reserve» auf einem Sparkonto halten.
  • Zahlung von Steuern und Versicherungen: Dafür sollten eineinhalb bis zwei Monatslöhne zur Seite gelegt werden.
  • Opportunitäten: Sofern weitere Liquidität besteht, können z.B. zwei Monatslöhne für Spontankäufe angespart werden. Solche Beiträge lassen sich für Schnäppchenkäufe verwenden, z.B. einen vergünstigten Fernseher, eine bessere Kaffeemaschine usw.

Wichtig: Wohneigentümerinnen und -eigentümer sollten pro Jahr zusätzliche Liquiditätsreserven im Umfang von rund 1 Prozent des Immobilienwerts bilden. Und auch wer an der Börse investiert, sollte über zusätzliche Liquiditätsreserven verfügen, idealerweise im Umfang von rund 5 Prozent der Wertschriftenanlagen (siehe FAQ am Ende des Beitrags).

Beispiel: Wie viel Liquiditätsreserven braucht eine Familie mit 12'000 Franken Haushaltseinkommen, Wohneigentum von 800'000 Franken sowie Wertschriftendepot von 200'000 Franken?
– Familienfinanzen im Alltag: für Notgroschen 48’000-72'000 Franken (4-6 Monatsgehälter), für Steuern und Versicherungen 18’000-24'000 Franken (1,5-2 Monatsgehälter), optional für Opportunitäten 0-24'000 Franken (0-2 Monatsgehälter)
– Wohneigentum: pro Jahr 8000 Franken (1 Prozent des Wohneigentums)
– Wertschriftendepot: 10'000-20'000 Franken (5-10 Prozent des Wertschriftenvermögens).

5 Schritte: Wie spare ich Geld und baue eine Liquiditätsreserve auf?

Schritt 1: Überblick verschaffen

Um effektiv Geld zu sparen, ist der erste Schritt immer, sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen. Denn wer sein Budget im Griff hat, hat auch seine Finanzen unter Kontrolle. Und das geht so:

  • Zunächst alle regelmässigen Einkünfte erfassen. Dazu zählen der Nettolohn, allfällige Nebenjobs und Renditen aus Investitionen.
  • Danach werden alle monatlichen Ausgaben aufgelistet – aufgeteilt in fixe Kosten (wie Miete, Strom und Versicherungen) und variable Ausgaben (wie Lebensmittel oder Kosten für Freizeit und Hobbys). Damit nichts vergessen geht, helfen die Kontoauszüge der letzten Monate – oder auch die Budgetvorlage der Migros Bank oder Beispiele von budgetberatung.ch.
  • Dann stellt man die Einnahmen den Ausgaben gegenüber und analysiert: Wie viel Geld bleibt zum Sparen übrig und wo gibt es Einsparpotenzial?

Schritt 2: Sparziele definieren

Um finanziell voranzukommen, ist es wichtig, klare Sparziele zu setzen. Denn egal, ob für die Weltreise, das erste Auto, die eigenen vier Wände oder die Vorsorge im Alter: Mit einem Ziel vor Augen, bleibt man motiviert und leichter auf Kurs. Entsprechend wichtig ist es, Prioritäten zu setzen.

  • Prio 1: Bestehende Schulden begleichen
  • Prio 2: Notfallpolster anlegen, idealerweise in Höhe von 3-6 Monatslöhnen
  • Prio 3: Kurz-, mittel-, und langfristigen Sparziele definieren

Bei allen Prioritäten ist es hilfreich, für jedes Ziel einen konkreten Betrag und einen Zeitrahmen festzulegen. Auf diese Weise wird das Sparvorhaben greifbar und Fortschritte lassen sich leichter nachvollziehen.

Schritt 3: Budget & Sparplan erstellen

Budgetkontrolle: 50-30-20-Regel

Nachdem geklärt ist, wie es um die eigenen Finanzen steht, geht es nun darum, zu budgetieren und die Ausgaben effizient zu verwalten. Eine bewährte Methode dafür ist die «50-30-20-Regel». Die Grundidee ist, die Verwendung des Haushaltseinkommens in drei Kategorien aufzuteilen:

  • 50 Prozent für Grundbedürfnisse: Dies umfasst Wohnkosten, Steuern, Grundnahrungsmittel, Kleidung, Hygieneartikel, TV-, Mobile- und Internetgebühren, Mobilitätskosten und Versicherungen.
  • 30 Prozent für persönliche Bedürfnisse und Wünsche: Hierzu zählen Ausgaben wie Ferien, Restaurantbesuche, Shoppingtouren, Streaming-Abos und Kosten für Hobbys.
  • 20 Prozent für Ersparnisse: Damit wird ein Notgroschen angespart, ein Polster für Unvorhergesehenes. Idealerweise dient dieser Teil auch der freiwilligen Vorsorge, d.h. für Beiträge in die Säule 3a.

Wer sein Budget so strukturiert, lernt die eigenen Konsumgewohnheiten besser kennen, kann übermässige Ausgaben vermeiden und verliert sich nicht in den Details der Budgetkontrolle. Wie die 50-30-20-Regel genau funktioniert, lesen Sie hier. Ein Tipp vorweg: Es empfiehlt sich, für die drei Bereiche jeweils separate Konten zu führen und Daueraufträge (zum Monatsanfang bzw. nach Lohneingang) einzurichten. Damit gerät man gar nicht erst in Versuchung, das Geld anderweitig zu verwenden.

Budgetkontrolle: Umschlag-Methode bzw. Cash Stuffing

Eine ähnliche Idee der Budgetkontrolle verfolgt die «Umschlag-Methode», auch «Cash Stuffing» genannt. Grundgedanke ist, dass man seine laufenden Kosten bar bezahlt, also Lebensmittel, Shopping, Restaurant- oder Kinobesuche etc. Dafür hebt man sich jeweils zu Monatsbeginn den Geldbetrag vom Konto ab, der nach Abzug von Fixkosten und Sparsumme übrigbleibt. Zwar ist je nach Konsumverhalten ein Puffer für allfälliges Online-Shopping einzuplanen, doch wird erst mit Bargeld das verfügbare Budget wirklich «greifbar».

Sind die Kategorien definiert, geht es darum, die Umschläge entsprechend zu beschriften und mit dem jeweiligen Bargeld-Budget zu bestücken. Die Frage ist also, wieviel Bargeld man pro Kategorie und Woche (oder Monat) braucht bzw. maximal ausgeben möchte. Ein separater Umschlag «für Notfälle» oder «Sonstiges» kann dabei sinnvoll sein. Denn: Ist ein Umschlag mal leer, steht für diesen Monat kein Geld mehr für diese Kategorie zur Verfügung. Das Resultat: Man lebt nie über seine Verhältnisse. Entweder man passt im nächsten Monat sein Budget für die Kategorie an oder man ändert sein Konsumverhalten.

Sparplan

Wer erfolgreich sparen möchte, braucht einen Plan – einen Sparplan. Je nach Zielsetzung unterscheidet sich dieser bezüglich der dazu passenden Methode:

  • Kurzfristige Ziele & Notgroschen: Sparkonto & Anlagesparkonto. Für Sparziele mit einem Horizont von ein bis zwei Jahren eignet sich ein Sparkonto. Für den Notgroschen, der durchaus einen mehrjährigen Horizont hat, empfiehlt sich ein Anlagesparkonto, mit einem etwas höheren Zins als ein Sparkonto.
  • Mittel- bis langfristige Ziele: Sparen durch Investieren. Für mittel- bis langfristige Ziele eignet sich das Sparen durch Investieren sehr gut, da es das Potenzial bietet, über die Zeit eine höhere Rendite zu erwirtschaften. Dabei gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten: von Aktien und Anleihen über Immobilien bis zu Gold. Beim Sparen ist es jedoch riskant, beispielsweise nur auf einzelne Aktien zu setzen. Eine Fehlinvestition reicht und es könnte länger dauern, bis das Sparziel erreicht wird. Wer sein Geld aber nicht sofort benötigt und Schwankungen am Markt tolerieren kann, profitiert bei dieser Methode langfristig von der wirtschaftlichen Entwicklung und eventuellen Zinseszinsen.
  • Vorsorge-Ziele: Sparen mit Säule 3a. Beim Sparen mit der Säule 3a verschafft man sich ein wichtiges Polster für die Zukunft. Bereits kleine Einzahlungen in ein Vorsorgekonto vermehren sich langfristig stark und tragen so zur Sicherung des gewohnten Lebensstandards im Alter bei. Beiträge in die Säule 3a sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar, was die Steuerlast während der Erwerbsphase senkt. Es ist daher ratsam, den maximal möglichen Betrag einzuzahlen, um die steuerlichen Vorteile optimal zu nutzen. Mit einer Investition in Vorsorgefonds lässt sich das Vorsorgekapital noch stärker vermehren. Risiko und Renditemöglichkeiten sind dabei leicht über die entsprechende Diversifizierung zu steuern.

Schritt 4: Fixkosten optimieren

Egal, ob 50-30-20-Regel, Umschlag-Methode oder ein anderes Kontrollsystem: Wer sparen oder sein Budget vergrössern will, sollte seine Ausgaben genauer studieren. Gerade bei den Fixkosten zeigt sich meist grosses Sparpotenzial. Konkret geht es um die Optimierung von:

  • Verträgen und Abonnements (v.a. Mobiltelefon und Streaming-Dienste)
  • Wohn- und Stromkosten
  • Krankenkasse und anderen Versicherungen
  • Mitgliedschaften

Es lohnt sich, die jeweiligen Konditionen und Angebote beispielsweise via Comparis oder anderen Portalen zu vergleichen. Vielleicht entdeckt man ja ein günstigeres Modell mit ähnlichen Leistungen? Oder man stellt fest, dass man doppelt versichert ist. Allein die Haftpflichtversicherung ist ein absolutes Muss. Hingegen lassen sich unnötig gewordene Versicherungen einfach auf den nächstmöglichen Termin kündigen – am besten per Einschreiben. Das gilt auch für Mobile-Abos und Streaming-Dienste, die nicht mehr alle genutzt werden. Durch das Optimieren dieser festen Ausgaben lässt sich oft überraschend viel Geld sparen – und das, ohne wirklich auf etwas zu verzichten.

Schritt 5: Geld sparen im Alltag – Tipps

So lassen sich die variablen Kosten senken

Auch im täglichen Leben gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Geld zu sparen. Sei dies mit Sonderangeboten und Gutscheinen oder dem Versuch, unnötige Impulskäufe zu vermeiden. Auch einfache Verhaltensänderungen, wie das Mitnehmen von Lunchpaketen statt dem Kauf von Mittagessen, können die Ausgaben im Alltag erheblich reduzieren. Hier noch weitere Spartipps für den Alltag:

  • Einkaufssäcke mehrmals verwenden, schont auch die Umwelt. Also mitnehmen!
  • Immer eine Einkaufsliste schreiben und sich daran halten.
  • Auf Aktionen achten. Es gibt Artikel, die man gut auf Vorrat kaufen kann.
  • Ausverkauf nutzen, etwa für Kleider und Schuhe.
  • Verbilligte Lebensmittel mit kurz bevorstehendem Verfalldatum kaufen.
  • Durch Flohmärkte stöbern, d.h. Dinge gebraucht kaufen.
  • Teilen statt kaufen.
  • Konsequent nach Rabatten fragen, z.B. im Restaurant oder bei Tickets.
  • Lunchpaket mitnehmen.
  • Auswärts aufs Getränk verzichten oder ein Glas Hahnenwasser verlangen.

10-Minuten-30-Tage-Regel

Ein effektiver Weg, um beim Einkaufen Geld zu sparen, ist die Anwendung der 10-Minuten-30-Tage-Regel. Diese Regel hilft dabei, Impulskäufe zu vermeiden und nur für wirklich notwendige Dinge Geld auszugeben. Bei kleineren Anschaffungen, wie Kleidung oder Deko, sollte man sich 10 Minuten Bedenkzeit nehmen – und für diese Zeit den Laden verlassen bzw. den Online-Shop schliessen. Bei grösseren Posten wie Elektrogeräten oder Möbeln empfiehlt es sich, 30 Tage zu warten. Diese Bedenkzeit ermöglicht es, wirklich zu überlegen, ob der Kauf notwendig ist. Durch die konsequente Anwendung dieser Regel lassen sich die Ausgaben deutlich reduzieren und Anschaffungen bewusster tätigen. Letztlich führt dies auch dazu, dass man seine Sparziele schneller erreicht.

Fazit: Sparen als fortlaufender Prozess mit Disziplin und Durchhaltevermögen

Ob grosse oder kleine Sparziele: Geld sparen ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess, der ab und an Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert. Mit der richtigen Methode und der passenden Strategie lässt es sich aber einfacher umsetzen – und gesetzte Ziele auch tatsächlich erreichen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel flüssige Mittel brauche ich für die Familienfinanzen?

Idealerweise drei Töpfe bzw. drei separate Konten gebildet:

  • Notgroschen: Autoreparaturen, Zahnarztbesuche oder dringender Ersatz von Haushaltsgeräten wie einer Waschmaschine – für solche Notfälle sollte eine Familie idealerweise vier bis sechs Monatslöhne, Alleinstehenden mindestens ein bis drei Löhne als «Eiserne Reserve» auf einem Sparkonto halten.
  • Zahlung von Steuern und Versicherungen: Dafür sollten eineinhalb bis zwei Monatslöhne zur Seite gelegt werden.
  • Opportunitäten: Sofern weitere Liquidität besteht, können z.B. zwei Monatslöhne für Spontankäufe angespart werden. Solche Beiträge lassen sich für Schnäppchenkäufe verwenden, z.B. einen vergünstigten Fernseher, eine bessere Kaffeemaschine usw.

Wie viel flüssige Mittel brauche ich als Wohneigentümer/in?

Als Wohneigentümer/in kann man für die jährlichen Unterhalts- und Nebenkosten der Immobilie etwa 1 Prozent des Verkehrswerts veranschlagen. Empfehlenswert ist, dies gedanklich oder mittels zwei separater Konten aufzuteilen in:

  • 0,5 Prozent laufende Unterhalts- und Nebenkosten
  • 0,5 Prozent Rückstellungen für grössere Ersatzvornahmen im Zeitraum von zehn oder mehr Jahren (z.B. Dach, Fenster, Heizung usw.).  

Wie viel flüssige Mittel brauche ich fürs Investieren?

  • Erst wer ausserhalb des Wertschriftenportfolios ausreichend Liquidität hat, kann langfristig investieren – ruhig und diszipliniert.
  • Zudem sollte auch ein Teil des Wertschriftenportfolios, z.B. 5 bis 10 Prozent, liquide gehalten werden – sei es als Risikoausgleich zu Aktien und Obligationen, sei es als Opportunität für günstige Wertschriftenkäufe.

Wie sicher ist mein Geld auf der Bank / auf dem Sparkonto?

Das System der Schweizer Einlagensicherung schützt im Fall eines Bankkonkurses Kontovermögen von bis zu 100'000 Franken pro Kundenbeziehung. Dabei zählen z.B. bei einem Paar die beiden Konto auf den Namen eines Partners sowie ein Gemeinschaftskonto als drei verschiedene Kundenbeziehungen, so dass auf diese Weise pro Paar bis zu 300'000 Franken geschützt sind. 

Wie viel flüssige Mittel soll ich bar halten?

  • Der Bund empfiehlt, eine gewisse Summe Bargeld als finanzielle Notreserve für Krisenzeiten zu halten, vor allem in Form von Noten in kleiner Stückelung.
  • Dieser Empfehlung scheint die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung zu folgen, wie die Spar- und Anlageumfrage 2025 der Migros Bank zeigt. Gut 70 Prozent der Befragten erklären, dass sie neben dem Geld im Portemonnaie noch eine Barreserve bei sich zuhause oder in einem Banksafe haben. Diese beträgt zumeist ein paar 100 Franken.

Wie ist Bargeld zuhause versichert?

In der Schweiz ist Bargeld, das zu Hause aufbewahrt wird, in der Regel durch die Hausratversicherung gedeckt:

  • Ohne Tresor ist in den meisten Hausratversicherungen Bargeld in der Höhe von 2000 bis 5000 Franken gegen Risiken wie Einbruchdiebstahl, Feuer, Wasser oder Naturgefahren versichert. Beispielsweise die die Hausratpolice der Migros Versicherungen deckt Geldwerte bis zu 5000 Franken.
  • Mit einem Tresor kann die Versicherungsdeckung deutlich höher sein, z.B. 10'000 bis 20'000 Franken. Voraussetzung ist, dass der Tresor gewisse Sicherheitsvoraussetzungen erfüllt, u.a. dass er ein bestimmtes Gewicht hat oder fest im Boden bzw. an der Wand verankert ist, um ein Wegtragen zu verhindern.
  • Noch höhere Summen erfordern in der Regel eine besondere Versicherungsdeckung, indem der Tresor spezifisch zertifiziert und von der Versicherung genehmigt ist.

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