Konjunktur-Prognose: 1001 Nacht
Wie in «1001 Nacht» geht es auch im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran um das Erzählen von Geschichten. Um die Erzählungen von Öl- und Gasabhängigkeiten, von Inflationsraten und Zinsen, von Frankenstärke und Dollarschwäche oder von Konjunkturrisiken und Wachstumspfaden.
Und wie bei «1001 Nacht» sind einige Geschichten fundierter, weitere sind phantasievoller und wiederum andere sind schlicht ein schönes Märchen. Doch welche Erzählung wird sich letztlich als wahr erweisen? Welche Geschichte muss neu gesponnen werden? Und welcher Narrativ ist bereits heute als blosser Mythos entzaubert?
Die Unsicherheit darüber können wir nicht komplett auflösen. Welches aber jene Geschichten sind, die zumindest auf einer durchdachten und plausiblen Basis aufbauen, erfahren Sie in den neuesten Konjunkturprognosen der Migros Bank.
Von Erzählungen, Geschichten und Märchen
Der Mythos: Die Welt ist gegen Ölpreisschocks immuner geworden
Die Illusion, die Welt habe sich dank erneuerbarer Energien von der Abhängigkeit vom Öl emanzipiert, löst sich in diesen Wochen wie eine Fata Morgana auf. Mit jedem weiteren Störungstag am physischen Ölmarkt wird deutlicher, dass der alte Rohstoff noch immer an einer der zentralen Stellschrauben der Weltkonjunktur sitzt.
Die Fabel: Gleichgewichtübung der Zentralbanken
Die ersten Auswirkungen des Iran-Kriegs sind im Anstieg der Inflation im März zu sehen. Die Ankündigung einer vorübergehenden Aussetzung des Konflikts entlastet etwas den Druck, aber die Normalisierung wird einige Zeit aufgrund der Schäden an der Energie-Infrastruktur dauern. Für die Zentralbanksitzungen von Ende April rechnen wir mit keiner Zinssenkung.
Das Signal: Stagflationsangst an den Kapitalmärkten
Infolge des Iran-Konflikts sind die Renditen 10-jähringer Staatsanleihen deutlich angestiegen. Die Sorgen der Investoren um die Folgen des Iran-Konflikts für die Konjunktur und die Geldpolitik gewinnen immer mehr an Bedeutung. Besonders getroffen sind europäische Länder. Die Schweizer Kapitalmarktzinsen sind auch im kleineren Ausmass von der globalen Aufwärtstendenz tangiert.
Das Wunder: Die Frankenstärke hat etwas nachgelassen
Trotz Krieg und geopolitischer Spannung hat der Franken zuletzt etwas nachgegeben. Das hat nichts mit einer abgenommenen Bedeutung als sicherer Hafen zu tun, sondern geänderten Leitzinserwartungen der EZB und wie-der etwas stärkerem Vertrauen in den Greenback. Die SNB dürfte dieses Momentum zudem zu nutzen wissen.
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