Investieren in Silber: Lohnt sich das?
Der Silberpreis kratzt am historischen Höchststand von 100 Dollar pro Unze. Welches sind die Gründe, die für weitere Kursfantasie sorgen? Und wie lässt sich in Silber investieren? Lesen Sie zudem, warum sich auch ein Blick auf die anderen beiden silberfarbenen Edeldmetalle Platin und Palladium lohnt.
Zusammenfassung
– Preisentwicklung: Der Silberpreis erlebte in den letzten Jahrzehnten starke Schwankungen. Bestimmt wird die Preisentwicklung durch die Doppelrolle von Silber als Vermögensanlage und Industriemetall.
– Industrielle Bedeutung: Über 50 Prozent der Silbernachfrage stammen aus industriellen Anwendungen, insbesondere aus der Elektronik, Elektrotechnik und Photovoltaik. Zukunftstechnologien wie KI, erneuerbare Energien und Elektromobilität treiben die Nachfrage weiter an und sorgen für zusätzliche Kursfantasie, da Silber den Status eines strategischen Rohstoffs erhalten könnte.
– Investitionsmöglichkeiten: Als Anlagemöglichkeiten bieten sich vor allem physisches Silber (Münzen, Barren), Silber-ETFs, Metallkonten sowie Silberminenaktien (Einzelaktien oder ETFs). Aufgrund der hohen Volatilität sollte Silber nur als Depotbeimischung mit einem Anteil von maximal 5 Prozent, in Ausnahmefällen 10 Prozent, genutzt werden.
Was ist mit den anderen «silberfarbenen» Edelmetallen Platin und Palladium?
– Nicht nur Silber glänzte 2025 mit einer mit einem Plus von über 140 Prozent des Unzen-Preises in Dollar. Auch die beiden silberfarbenen Edelmetalle Platin und Palladium, die oft im Schatten von Gold und Silber stehen, erlebten eine beeindruckende Entwicklung. Nach Jahren der Underperformance legten beide Metalle kräftig zu – Platin um 130 Prozent und Palladium um mehr als 90 Prozent. Der Hauptgrund für diesen Anstieg war ein strukturelles Angebotsdefizit. Die Förderung dieser Metalle ist stark geografisch konzentriert: Rund 70 Prozent des weltweiten Platins und etwa 35 bis 40 Prozent des Palladiums stammen aus Südafrika, während ein Grossteil des restlichen Palladiums aus Russland kommt. Probleme wie wiederkehrende Stromausfälle, eine marode Infrastruktur, soziale Spannungen und jahrelange Unterinvestitionen in Südafrika haben das Angebot stark eingeschränkt, während die Nachfrage weiterhin hoch bleibt.
– Platin: Ein Schlüsselrohstoff der Zukunft. Platin ist längst mehr als nur ein Metall für Katalysatoren, die schädliche Abgase in weniger schädliche Stoffe umwandeln. Es hat sich zu einem unverzichtbaren Rohstoff für die chemische Industrie, Hochtemperaturtechnik und vor allem für die Wasserstofftechnologie entwickelt. In Brennstoffzellen ist Platin nahezu unersetzlich, was es zu einem zentralen Baustein der Energiewende macht – ein Aspekt, der lange Zeit unterschätzt wurde.
– Palladium: Chancenreich, aber volatil. Auch Palladium zeigte im vergangenen Jahr eine starke Erholung, trotz seiner hohen Volatilität. Im Gegensatz zu Platin ist die Anwendung von Palladium enger gefasst: Rund 70 bis 80 Prozent der Nachfrage entfallen auf Katalysatoren in der Automobilindustrie. Diese starke Abhängigkeit vom Automobilsektor macht Palladium anfälliger für konjunkturelle Schwankungen, erklärt aber auch die ausgeprägte Volatilität des Metalls.
–Ausblick 2026: Die Aussichten für Edelmetalle bleiben auch in diesem Jahr vielversprechend. Erwartete Zinssenkungen, hohe Staatsdefizite und anhaltende geopolitische Unsicherheiten sprechen weiterhin für Edelmetalle als stabilen Vermögensanker. «Während Gold und Silber weiterhin eine wichtige Rolle in den Portfolios von Anlegern spielen, sollten Platin und Palladium nicht länger übersehen werden. Ihre Bedeutung in der Industrie und ihre Rolle in zukunftsweisenden Technologien machen sie zu spannenden Optionen für Investoren», erklärt Andrea Bally, Anlagespezialistin der Migros Bank. «Wer seinen Blick über Gold und Silber hinaus erweitert, könnte von den Chancen der Edelmetalle Platin und Palladium profitieren – und sich so für die Herausforderungen der Zukunft wappnen.»
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